Zwischen Rückblick und dem Weitergehen
Eine Ausstellung, die mehr zeigt als Bilder
Dieser Ausstellungstag im Bell Areal hat mich sehr berührt.
Zu sehen, was in den letzten vier Jahren im Atelier entstanden ist, hat bei mir vor allem Dankbarkeit und Stolz ausgelöst. Nicht wegen einzelner Arbeiten, sondern wegen der Entwicklung, die im Raum sichtbar wurde, und wegen der Menschen, die diesen Weg gemeinsam gegangen sind.
In der charismatischen Gewerbehalle zeigte sich eine grosse Vielfalt: kleine und grosse Arbeiten, leise und expressive Bildwelten, sehr unterschiedliche Handschriften. Von Acryl über Aquarell bis Collage, von intuitiv bis präzise ausgearbeitet, jede Arbeit mit eigener Persönlichkeit.
Besonders spürbar war, dass diese Ausstellung nicht nur aus Bildern bestand, sondern aus einem gemeinsamen Prozess über Zeit.
Die 14 Kursteilnehmerinnen, die ihre Werke präsentieren, haben nicht nur im Atelier gearbeitet, sondern auch gemeinsam geplant, aufgebaut und diesen Tag als Gruppe getragen. Daraus ist etwas entstanden, das über das einzelne Bild hinausgeht: ein echtes Miteinander.
Die Ausstellung wurde von mehreren hundert Menschen besucht und stiess auf grosses Interesse. Das hat deutlich gezeigt, wie stark das Bedürfnis ist, zu sehen, wie kreative Prozesse entstehen, wie Menschen ausprobieren, sich entwickeln und ihre eigene Bildsprache finden. Und auch, wie viel diese Begegnung zurückgibt: Resonanz, Austausch, Motivation, und manchmal auch den Impuls, selbst zu beginnen.
Diese Vielfalt hat mich sehr stolz gemacht. Nicht nur wegen der Ergebnisse, sondern wegen des Weges dahinter: vier Jahre Atelierarbeit, geprägt von Ausprobieren, Grenzen verschieben, Verwerfen und Neu-Anfangen. Man sah deutlich, dass hier nicht einfach Bilder entstanden sind, sondern individuelle Entwicklungen. Jede Arbeit trägt eine eigene Handschrift, und gleichzeitig die Geschichte eines Prozesses.
Vielleicht ist das der Kern dieser Ausstellung:
Entwicklung entsteht dort, wo man dranbleibt, und manchmal auch ohne zu wissen, wie es am Ende aussieht.
Nach dieser intensiven Ausstellung richtet sich der Blick nun nach vorne.
Für die Sommerzeit habe ich zwei neue Workshop-Formate entwickelt, die genau diesen Raum weiterführen: Zeit zum Ausprobieren, zum Vertiefen und zum spielerischen Arbeiten mit Farbe, Material und Bildideen.
Beide Kurse sind offen gestaltet und laden dazu ein, in unterschiedlichen Techniken kreativ zu arbeiten. Malerisch im einen, erzählerisch und collageartig im anderen.
Sommerworkshop 1
Wo Licht Schatten wirft
Schatten sind nie nur dunkel, sie verändern Farbe, Raum und Stimmung.
In diesem zweitägigen Workshop geht es um das Beobachten und Erforschen von Licht und Schatten. Wie entsteht Atmosphäre? Und wie lässt sie sich malerisch einfangen und neu interpretieren?
Durch kleine Experimente und genaues Hinsehen entstehen stimmungsvolle Arbeiten, in denen der Sommer in Farbe und Form sichtbar wird.
Termine: 6. & 7. Juli
Zeit: 10:00 – 17:00 h
Dauer: 2 Tage
Wochentage: Montag & Dienstag
Ort: Atelier in Kriens / Luzern
Sommerworkshop 2
Lebhafte Träume
Collage ist ein Arbeiten mit Fragmenten, Erinnerungen und Fundstücken, ein spielerisches Zusammensetzen von Bildern und Geschichten.
In diesem zweitägigen Workshop entstehen erzählerische, manchmal surreale und illustrative Bildwelten. Aus verschiedenen Materialien entwickeln sich eigene Kompositionen zwischen Realität und Traum.
So entstehen individuelle Arbeiten, die persönliche Bildideen sichtbar machen.
Termine: 10. & 11. August
Zeit: 10:00 – 17:00 h
Dauer: 2 Tage
Wochentage: Montag & Dienstag
Ort: Atelier in Kriens / Luzern
Die Sommerworkshops laden ein, genau das wieder zu entdecken. Im einen durch Beobachten und das Experimentieren mit Farbe, im zweiten durch das Spielen, Collagieren, Komponieren und Erzählen. Beide öffnen einen unverkrampften Zugang zum eigenen Gestalten, auch wenn man denkt, nicht malen zu können.
herzlich
SHIRIN